EKT-Galvanistraße 14 e.V.
 
 
Praktikumsbericht
 
 Ich bin Judith, 22 Jahre alt und mache seit 2005 eine Ausbildung zur Erzieherin.
Ich habe mein achtmonatiges Vorpraktikum hier gemacht. Warum? Besonders beeindruckt hat mich von Anfang an die familiäre und freundliche Atmosphäre, die zwischen Eltern, Kindern und Betreuern herrscht. Ich wurde vom ersten Tag an von den Eltern und Erziehern herzlich empfangen und in den Kinderladenalltag integriert. Ich konnte jederzeit mit Fragen zu den Erzieherinnen kommen und stieß immer auf ein offenes Ohr sowie die Bereitschaft, mit mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Außerdem hat mich gefreut, dass ich nicht „nur die Praktikantin“ war, die Kaffee kocht und immer lächeln muss. Nein, ich konnte immer Kritik äußern und wurde dabei auch ernst genommen. Ich führte bald eigenen Angebote durch wie tanzen, Klanggeschichten usw. Außerdem durfte ich eigene  Ideen umsetzen und nach eigenen Vorstellungen verwirklichen.
Während dieser Zeit war ich in der „blauen Gruppe“. Die Kinder waren damals zwischen 1.5 und 3 Jahren alt. Dementsprechend freudig überrascht war ich, als mich sogar die Kleinkinder wie selbstverständlich in ihre Gemeinschaft aufnahmen. Ich wurde bald als Bezugsperson anerkannt. Durch die kleine Gruppe von 12 Kindern war es mir möglich, auf jedes Kind individuell einzugehen. So baute ich zu jedem Kind eine eigene, spezielle Beziehung auf. Während dieser Zeit habe ich viel gelernt. Klar, ich habe fachliche Kompetenz entwickelt, aber auch über meine eigene Person ist mir einiges klar geworden und ich denke, dass ich während dieser Zeit um einiges reifer geworden bin.
 
 
Dann begann ich die Erzieherausbildung.
Ich entschied mich, mein erstes Praktikum während der Ausbildung wieder im Kinderladen Galvanistraße zu absolvieren. Diesmal arbeitete ich bei den Großen. Die Kinder der „roten Gruppe“ waren zwischen 5 und 6 Jahren alt. Sowohl Kinder als auch Eltern erinnerten sich sofort an mich und empfingen mich mit offenen Armen (im wahrsten Sinne des Wortes). Jetzt hatte ich durch die Schule mehr theoretisches Wissen, und die Erzieherinnen stellten sich darauf ein. Einmal wöchentlich bekam ich ein ausführliches Anleitergespräch und führte selbständig Projekte durch, u.a. zum Thema „blind-sein“. Bei Bedarf unterstützten mich die Erzieherinnen und standen mir mit Rat und Tat zur Seite. Die Kinder waren während meinen Projekten sowie der Leitung einer Vorschulstunde sehr kooperativ und hatten Spaß. Das gab mir mehr Selbstvertrauen und ich war ziemlich stolz auf auf die Kinder und mich. Und das bin ich übrigens immer noch... :)
 
Was ich auch noch sagen möchte:
Das oben Geschriebene erinnert vielleicht etwas an einen Werbetext, das ist es eigentlich auch. Dennoch, ich musste diesen Text nicht schreiben, ich habe es freiwillig getan. Und ich stehe genau hinter dem, was ich hier veröffentliche, wirklich. So, ich empfehle Euch hiermit den Kinderladen Galvanistraße. Vielleicht ruft Ihr selber mal an (Tel: 342 51 11) und schaut herein.